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Mit Orientierung durch Afrika:

Afrika beansprucht mit 30,3 Millionen Quadratkilometer 22% der gesamten Landfläche der Erde. Um sich durch diesen Kontinent mit wenigstens ein bisschen Orientierung navigieren zu können, braucht man natürlich entsprechende Karten und Navigationswerkzeuge:

1. GPS-Navigation:

Hauptsächlich werden wir für die Navigation einerseits ein klassisches GARMIN Nuvi hernehmen. Daneben tut es ein Notebook mit der Navigationssoftware OziExplorer. Der Vorteil beim Notebook liegt auf der Hand: Mit der Verwendung einer guten Navigationssoftware werden einem einerseits mächtige Tools zur Verfügung gestellt. Andererseits macht dort das Kartenanschauen viel mehr Spaß, als auf einem 3”-Display :-) Diese Software ermöglicht auch die sogenannte Echtzeitnavigation, sprich mit Hilfe einer GPS- Maus wird einem noch die aktuelle Position auf der Karte angezeigt. Die Software kommuniziert mit jedem GPS-Empfänger, der das standardisierte NMEA 0183 Signal ausgibt. Es gibt auch eine Version für Android. Ein Handheld-GARMIN Dakota 20 haben wir auch noch mitgenommen. On Tour ist es eben viel nützlicher als im Keller :-).

2. Digitales Kartenmaterial:

Eine noch so gute Navigationssoftware braucht natürlich auch das entsprechende Kartenmaterial. Dem, der sich schon ein bisschen auskennt, fallen ziemlich schnell die magischen Worte “Russische Generalstabskarten” ein. Dies ist altes sowjetisches Kartenmaterial, welches für entlegene Gebiete nach wie vor ziemlich nützlich ist. Aufgrund der rasanten Entwicklung des Internets werden aber auch die Karten von Google & Co. immer nützlicher. Der Charme dabei ist vor allem der, dass auch Satellitenbilder von Google Earth hergenommen werden können.

Da leider aufgrund der Fülle von Navigationssoftware sich auch die Datentypen von Karten unterscheiden ist es nicht ganz einfach, bereits kalibriertes Kartenmaterial für die eigene Software zu finden. Nach Recherche haben wir uns für folgendes Kartenmaterial für unser Garmin und für das Notebook entschieden:

GARMIN:

  • Tracks4Africa: Dort können recht günstig Garminkarten erworben werden, welche von vielen Wüstenwüchsen, die bereits die Routen gefahren sind zusammen getragen wurden. Die Qualität der Karten ist recht gut. Abgesehen von einigen unpopulären Gebiete vor allem im Nordosten Afrikas (z.B. Sudan) überzeugt das Material mit einer Fülle von Routen.
  • OSM-Kartenmaterial: OpenStreetMaps ist eine freie Navigationskartenbibliothek von der kostenlos Kartenmaterial heruntergeladen werden kann. Um diese Karten jedoch Garmin- Kompatibel zu erhalten empfehle ich folgenden niederländische Seite: https://garmin.openstreetmap.nl

Notebooknavigation:

  • Russische Generalstabskarten Afrika 1:500 000: Diese topographisches Karten sind praktisch für jeden Afrika-Individualreisenden ein Muss. Für GANZ Afrika kann man die Karten bei Afrikaexpedition.de für 10€ im Oziexplorer-kompatiblen Format herunterladen. Sprich man spart sich lästige Kalibrierung- und Formatierungsarbeit.
  • Des Weiteren kann man mit Hilfe des nützlichen Tools “Mobile Atlas Creator” OSM-Karten für den OziExplorer herunterladen.
  • Am schwierigsten hat es sich herausgestellt über die Googe-Maps Karten und Google-Earth Satellitenbilder auch offline verfügen zu können. Dafür bietet sich das von einem Franzosen entwickelte NoniMapView an. Mit diesem Programms kann man u.a. Google oder Yahoo Karten und Bildmaterial herunterladen. Der Charme, warum das Programm so genial ist: Die Material ist, wie das gesamte andere Material hier, bereits kalibriert, sprich die Navigationssoftware weiß genau, welchem Flecken Erde die Karten zuzuordnen zu sind :)
3. Kompass & Papier:

Wie gesagt, Afrika ist nicht ganz klein. Würde man ganz Afrika als Papierkarte im z.B. 1:500 000 Maßstab mitnehmen wollen, dann bräuchte man einen extra Anhänger allein für das Kartenmaterial. Es wären über 500 Karten. Digital passt das auf ein Notebook, Touchpad oder ähnliches. Dennoch sollte man, um ein guten Überblick von der Region zu bekommen ein paar Übersichtkarten der betreffenden Regionen mitnehmen.

Irgendwas in den Größen 1: 1 000 000 bis 1: 4 000 000.

Der klassische Kompass darf natürlich auch nicht fehlen :)


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