Innenausbau:

Ein Schubladensystem mit Schwerlastauszügen bis zu 80 kg je Schublade aus 15mm Birken Multiplexholz überzogen mit Nadelfilz und Alukanten, um ein Ausfranzen zu verhindern, sorgt für die ersten 200 Liter Stauraum. Als nicht- Schreiner war das ungewohnte Präzisionsmaß mit einer Toleranz von 0,8mm für die Schubladenauszüge eine gewisse Herausforderung. Aber nach zunächst 14 falsch gebohrten Löchern sitzt das Ganze.

Und dann geht es ans Eingemachte: die Kiste für den Wassertank, die Batterie und die zusätzlichen Teile der erweiterten Bord-Elektrik.

Prima Verkabelung, aber Strom kann man nicht sehen und  jetzt komm´ wieder raus!

Zu diesem Zeitpunkt waren 5qm Multiplexholz, 6m² Nadelfilz, 10 lfd. Meter Aluprofil und etwa 250 Nieten (incl. derer, die wieder rausgebohrt und neu gesetzt werden mussten 😉 ) gesägt, geschnitten, verschnitten, verarbeitet, gesetzt und versetzt.

Zwei Sitze der zweiten Sitzreihe mussten dem Wassertank mit 60 Litern und der Zusatzbatterie Platz machen und wurden in eine Rahmenkonstruktion mit gleicher Bauhöhe, wie das Schubladensystem eingebaut. Zwischen Wassertank und verbliebenem Sitz fand dann das mit wichtigste Utensil seinen Platz – der Kühlschrank. Damit haben wir zum einen diese 130 kg auch schwerpunktmäßig ideal positioniert, zum anderen eine große ebene Ladefläche erhalten. Der dritte Sitzplatz bleibt erhalten.

Als zusätzlicher Stauraum dienen 4 Aluminiumkisten unterschiedlicher Größe mit jeweils 70L – 90 Litern Volumen. Der Versuch, diese mit Spannverschlüssen gegen den Boden zu sichern, scheitert zwar nicht, aber bereits das Überfahren des ersten größeren Maulwurfshügels wird diese Art der Befestigung nicht für gut heißen. Also Zurrösen rein und die Kisten mit Spanngurten sichern. Zusätzlich vernieten wir einen kleinen Autosafe im Heckbereich.

Irgendwann bei dieser Aktion haben sich zwei Nieten in unserer elektrischen Nietmaschine verklemmt. Also kurz die Nietmaschine ingenieurmäßig, d.h. ohne Lesen des Manuals, zerlegt, und schon kommen uns die Innereien, motiviert durch eine vorgespannte Feder, entgegengeflogen. Die nächsten ca. 50 Nieten haben wir von Hand gesetzt und jeglicher Besuch einer Mucki-Bude war danach hinfällig….

Elektrik:

Der J10 verfügt über eine klassische 12V Bordelektrik, gespeist durch zwei 100 Ah Batterien im Motorraum. Zusätzlich verbauen wir eine weitere 90 AH AGM (Absorbent Glass Mat) Batterie als Versorgungsbatterie für die Außenbeleuchtung, die Stromversrogung und insbesondere den Kühlschrank. Mindestens drei Tage sollte damit das Bier auch bei Stand gut gekühlt sein.

Warum eine AGM Batterie: Normale Blei Akkus neigen zum Gasen und hierbei wird durch Elektrolyse Wasserstoff freigesetzt. Die Zusatzbatterie ist im  Innenraum verbaut und schlagartig werden Erinnerungen an den viele Jahre zurückliegenden Chemieunterricht wach, als uns unsere Chemielehrerin eindrucksvoll die Energiegewinnung durch Zusammenführung von Wasserstoff, Sauerstoff und einem Funken als Katalysator vermittelte. Vielen Dank Frau Dietz!

Die Versorgungsbatterie wird durch ein Trennrelais im Stand vom restlichen Bordnetz entkoppelt um zu vermeiden, dass sich der Kühlschrank an den Hauptbatterien vergreift. Es mag hart klingen, aber vielleicht doch lieber mal ein warmes Bier, als danach 3.500 kg Auto anzuschieben …

Dachträgerbeladung:

Nieten macht Spaß und Glücklich – zumindest bevor wir unsere elektrische Nietzange auseinander genommen haben. Folglich haben wir uns begeistern können noch eine große Kiste für Campingtisch und Stühle, welche neben dem Dachzelt auf den Dachträger befestigt wird zu bauen. Außerdem kommen zwei leere Militärbezinkanister mit je 20l Fassungsvermögen auf das Dach. Gefüllt werden diese aus gewichts- und schwerpunkttechnischen Gründen jedoch im Auto mitgenommen. Die Sandbleche erfreuen sich ebenfalls bester Aussicht auf dem Dach.